Pizza fertig genießen

Wir haben jetzt schon öfter Pizza gebacken, egal ob herzhaft oder süß mit der Nudossi Schokocreme. Bislang hatten wir aber nur normales Mehl oder Pizzamehl aus dem Supermarkt verwendet. Das ging zwar auch ganz gut, aber dennoch liest man überall, dass zum Pizzabacken eher italienisches Mehl verwendet werden soll. Grund dafür sind wohl die kleinen Unterschiede bei den Grenzwerten in der Typisierung des Mehls. Zudem soll der Teig mit den italienischen Mehlsorten elastischer sein.

Gut zu wissen: Deutsches Mehl wird nach DIN 10355 typisiert. Der Mehltype ist ein Maß für den Mineralstoffgehalt des Mehls im Verhältnis zur Trockenmasse. Je höher der Gehalt ist, desto höher auch die Bezeichnung. Die meist verwendete Mehlsorte ist sicherlich Weizenmehl Type 405, allerdings hat es auch den geringsten Mineralstoffgehalt. In Italien gibt es keine DIN-Norm. Hier werden die Sorten nur nach den dort definierten Grenzwerten eingeteilt.

Häufig hören und lesen wir etwas von den Mehltypen Tipo „0“ und Tipo „00“. Diese beiden Sorten werden bevorzugt für die Pizza-Herstellung verwendet, wobei das Augenmerk auf Letzteres fällt.

Italienische Produkte aus dem Andronaco Shop

Aktuell testen wir einige Produkte aus dem Andronaco-Shop, Deutschlands Supermarkt für italienische Lebensmittel und Weine.
Da wir gern selbst Pizza backen und bislang nur das deutsche Pizzamehl verwendet haben, wollten wir mal testen, ob es wirklich einen Unterschied zwischen den Mehlsorten gibt. Aus diesem Grund haben wir uns hier das Mehl „Farina ideale per Pizza“ mitbestellt. Das Weichweizenmehl Typ „0“ ist ideal für hausgemachte Pizza. Weiterhin haben wir das Olivenöl „Gran Selezione Olio di Olivia Extra Vergine Fruttato“ bestellt, welches wir schon für unser Grillgemüse verwendeten.
Neben diesen beiden Produkten haben wir natürlich noch Kaffee, Hartweizengrieß, Wein und Gebäck bestellt, welches wir euch in den kommenden Wochen vorstellen möchten.
Doch jetzt erst einmal zu unserer Pizza. 😉

Pizza aus italienischem Mehl und Olivenöl

Es gibt ja verschiedene Rezepte für den Teig. Oft variieren hier nicht nur die Zutaten, sondern auch die Teig-Gehzeit. Beispielsweise gibt es ein sehr leckeres Rezept in „Webers Grillbibel“, allerdings muss hier der Teig 1,5 – 2 Stunden gehen. ☹ Das dauert uns einfach zu lange, sodass wir sehr oft auf unseren schnellen Pizzateig zurückgreifen. Hier muss der Teig nur eine halbe Stunde gehen.

Teig kneten und Zutaten vorbereiten

Für diesen Teig benötigen wir 400 g von unserem italienischen Mehl, 4 Esslöffel von dem italienischen Olivenöl, ½ Teelöffel Salz, 1 Päckchen Trockenhefe und 250 ml lauwarme Milch. Die Zutaten verkneten wir zu einem glatten Teig und bestreuen diesen mit etwas Mehl. Hier fällt schon auf, dass sich die Zutaten viel besser und schneller verarbeiten lassen als sonst.

Pizza Teig Zutaten Italien Andronaco

Jetzt muss der Teig noch ½ Stunde an einem warmen Ort gehen. Bei den aktuellen Temperaturen von 29 °C brauchen wir keinen Ort suchen, sondern stellen den Teig zugedeckt einfach draußen auf den Tisch.

Pizza Teig ruhen gehen warmer Ort

In der Zwischenzeit schneiden wir die restlichen Zutaten wie Tomaten, Zucchini und Lauchzwiebel und reiben den Goudakäse.

Pizza Zutaten Belag

Die Tomatensauce zum Bestreichen des Bodens kochen wir auch selbst, da wir aktuell sehr viele Tomaten im Garten haben. Dafür schütten wir etwas von dem Olivenöl in einen Topf und geben 6, in Würfel geschnittene, Tomaten dazu. Dieses lassen wir etwas kochen, bis sie zerfallen und es eine einheitliche Masse ergibt (auch wenn diese noch mit Stückchen versehen ist 😉). Die Sauce würzen wir mit etwas Pfeffer, Paprika süß und Kräutern, bevor wir den Topf vom Herd nehmen.

Pizzateig ausrollen und belegen

Jetzt ist auch schon der Teig gut aufgegangen, sodass wir diesen noch einmal kurz durchkneten und ausrollen können. Hier müssen wir feststellen, dass der Teig sich super durchkneten und vor allem einfach ausrollen lässt. Bei unseren letzten Pizzen hat der Teig immer sofort an der Rolle geklebt, aber heute lässt er sich problemlos ausrollen.

Der Teig lässt sich auch gut zurechtziehen, was sonst auch nicht der Fall war. Das zeigt aus unserer Sicht den Unterschied schon recht deutlich.

Den Teig bestreichen wir mit unserer frisch gekochten Tomatensauce und belegen unsere Pizza ganz nach unserem Geschmack mit Tomaten, Zucchini, Lauch und eingelegten Artischockenherzen. Ganz oben drauf kommt noch unser geriebener Käse und ein paar Kräuter. Im vorgeheizten Grill backen wir nun unsere Pizza goldbraun.

Da wir etwas Teig übrighaben, machen wir uns noch eine gefüllte Teigrolle. Den Teig rollen wir aus, streichen diesen mit der Tomatensauce ein und legen Tomaten, Lauchzwiebeln und Käse drauf. Danach klappen wir die Seiten des Teigs zusammen und backen auch diese Rolle goldbraun. Diese gibt es dann als „Nachtisch“. 😉

Fazit

Die Pizza ist knusprig und ein Genuss pur. Es macht doch schon etwas aus, ob man normales Haushaltsmehl Typ 405 oder Pizzamehl deutscher Hersteller nimmt oder eben das Mehl Typ „0“ bzw. „00“ für Pizza aus Italien.
Wir können allen empfehlen die Pizza mit Typ „0“ oder Typ „00“ zu backen. Aber hier solltet ihr aufpassen, dass explizit Mehl für Pizza draufsteht, denn es gibt wohl auch Mehl dieser Typen, die eher für Nudeln sind. Zumindest haben wir diesen Unterschied im Andronaco-Shop gesehen. Da gibt es Mehl Tipo „00“ für Pizza, Brot und Süßwaren und Mehl Tipo „00“ für Nudeln.